Es beginnt mit einer Erkältung. Ausgerechnet! Dass ich eines Tages meine Arbeitsjournale mit einem Satz wie diesem wieder aufnähme, Journale, die ich diesmal womöglich öffentlich machen würde, hätte ich nicht gedacht. Aber es ist etwas passiert.
Natürlich schreibe ich dieses Journal in dem Bewusstsein, nicht über die Mittel zu verfügen, die ich brauche, um es zu veröffentlichen. Wenn dies also je online zu lesen ist, dann weil ich es nachträglich hochgeladen habe. In einem Weblog, den es jetzt noch nicht gibt. Dass ich überhaupt noch schreibe, ja sogar ein Arbeitsjournal beginne und an die Möglichkeit eines Weblogs denke, ist ein Wunder. Es lässt mich hoffen.
Mich hat heute via Messenger die Nachricht eines Freundes erreicht. Darin hieß es, ich könne auf einem kleinen, kultigen Filmfestival im STUDIO Filmtheater in Kiel aus einer Erzählung lesen. Kiel? Von da bin ich gerade erst wiedergekommen und habe diese saftige Erkältung mitgebracht. Ich will es darum kurzhalten.
Ich habe die Möglichkeit für eine Lesung bekommen. Es wäre meine erste öffentliche. Um das einzuordnen: Ich habe viel geschrieben, aber bisher wenig veröffentlicht. Und meine derzeitigen Umstände sind, sagen wir, schwierig. Das Schreiben beabsichtigte ich für unbestimmte Zeit liegenlassen und mich um das Naheliegende kümmern. Um Notwendigkeiten, so wie es jeder muss. Ich habe mich damit arrangiert.
Und jetzt aus heiterem Himmel kommt diese Möglichkeit, die alles, was entschieden wurde, auf den Kopf stellen soll?
Ich muss eine neue Entscheidung treffen.
Bis spätestens Sonntag.
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