Die nächtlichen Schrecken aus der Erzählung Nyneve, oder: Die verborgene Wildnis haben sich an einem realen Ort zugetragen. Die Besucher*innen der Lesung vor etwas mehr als anderthalb Monaten dürften diesen Ort alle gekannt haben: den Schrevenpark in Kiel.
Der Park ist eine grüne Oase inmitten der Hafenstadt, liebevoll Schrevi genannt. Man kann dort tagsüber spazieren gehen und abschalten oder auf einer der vielen Bänke Platz nehmen und den Blick über den Schreventeich schweifen lassen. Viele nutzen den Pfad rings um den Park fürs Joggen. Einige spannen auch eine Slackline fürs seiltänzerische Balancieren zwischen zwei Bäumen auf. Abends kann man den Tag auf einer der Wiesen ausklingen lassen oder Boule auf einer öffentlichen Boule-Anlage spielen, direkt neben dem Café Castello, das in der Nyneve als Castillo auftaucht. Im Sommer wird nicht selten bis spätnachts gefeiert.
Studierende kommen gern in den Schrevenpark, um abzuhängen. Eltern können mit ihren Kindern auf den Spielplätzen toben oder im Grün einfach mal ausspannen. Und die Älteren finden Ruhe auf den Parkbänken oder drehen eine Runde um den Teich. Wer auch immer herkommt, der Park schirmt seine Besucher*innen gegen die umliegende Stadt ab. Die Fassaden werden zu Kulissen, die hinter dem Grün hervorlugen, werden Hintergrund für eine eigene kleine Welt, die weder städtisch noch Wildnis ist.










