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Arbeitsjournal, 10. Juli: Nyneve-Sonderserie

Mit dem gestern erschienenen Fragment Im Kreuzfeuer #13: Untergang sind nun jeweils das erste Kapitel in beiden Fragmente-Serien komplett veröffentlicht, das heißt: Sowohl das Auftakt-Kapitel Lang lebe der Tod des Fantasy-Romans Die Elfe und der Krieger als auch Kapitel 1 Untergang der Sci-Fi-Robinsonade Im Kreuzfeuer können hier nun in Gänze gelesen werden.

Zeit für ein kleines Päuschen, um den Meilenstein zu feiern?

Ja, schon, aber das bedeutet nicht, dass es nichts zu lesen gäbe.

Im Gegenteil: Heute Abend um 16 Uhr startet hier eine kurze, aber sehr besondere Serie. Es geht um die Horror-Erzählung Nyneve, oder: Die verborgene Wildnis, aus der ich vor einigen Wochen auf dem Mondo Grindhouse Festival in Kiel gelesen habe.

Die Romanfragmente pausieren. Lesestoff gibt es trotzdem. Diese kurze Unterbrechung soll Raum schaffen für eine 7-teilige Nyneve-Serie. Ich werde exakt die Passagen veröffentlichen, die ich auf dem Festival vorgelesen habe. Das ist eine spontane, aber ästhetisch begründete Entscheidung. Ich möchte hier teilen, was mich in den vergangenen Wochen künstlerisch (wieder-)beschäftigt hat.

Mehr noch: Ich möchte, dass Nyneve mit ihrem Textkörper Teil dieses Weblogs wird, sodass ich in späteren Arbeitsjournalen auf etwas verweisen kann, das für die Leser:innen dieses Weblogs sofort greifbar wird. Formal werde ich es Leseprobe nennen, aber eigentlich geht es mir hier um ein wichtiges ästhetisches Grundprinzip. Interessanterweise verhält sich ebendieses Prinzip gegenläufig zu den Romanfragmenten, denn es geht dabei nicht um die Offenheit des Unabgeschlossenen, sondern um die Geschlossenheit des Werkes, konkret: um die Geschlossenheit von Anderwärts | Literarischer Weblog (der im Übrigen auch ein Roman (-fragment) ist).

Die Lesung auf dem Mondo Grindhouse Festival und somit auch die Erzählung Nyneve sind für diesen Weblog wichtig, deshalb müssen sie in ihm auftauchen, und zwar nicht bloß als Referenz. Die Lesung ist im Fluss der Zeit verschwunden, aber die Erzählung existiert und muss hier Gestalt annehmen. Am liebsten würde ich sie in voller Länge veröffentlichen, denn ich schätze freie (von Marktzwängen befreite) Kunst, doch da ich nicht weiß, was die Zukunft bringt, muss ich in diesem Fall darauf achten, dass das Geld zum Künstler zurückfließt, auch wenn ich noch nicht entschieden habe, in welcher Weise das geschehen wird.

Lesung und Erzählung sind so wichtig, weil sie als Katalysator für die Realisierung dieses Weblogs fungiert haben. In meiner Vorstellung existiert Anderwärts schon sehr lange. Doch erst die Lesung und der Wunsch, dort auf etwas verweisen zu können, haben den Weblog aus der Fantasie in die Realität gehoben. Binnen weniger Tage habe ich diese Website aus dem Boden gestampft. Es ging plötzlich alles sehr schnell.

Heute Abend um 16 Uhr Serverzeit startet die Nyneve-Serie. Täglich eine Buchseite. Sieben Tage lang. Im Anschluss geht’s wie gehabt mit den Romanfragmenten weiter. (Wenn nichts dazwischenkommt, wird es in diesem Weblog für viele Jahre jeden Tag Lesestoff geben.)

Noch sind einige Nyneve-Exemplare der extrem limitierten Festivalauflage zu haben. Softcover, 67 Seiten. Da es sich um eine Festivalauflage handelt, wird die Erzählung in dieser Weise wohl kein zweites Mal erscheinen. Auf der ganzen Welt gibt es nur 25 Stück davon.

Wenn Du ein Exemplar bestellen möchtest, schreib mir einfach eine E-Mail.

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