Im Kreuzfeuer #17: Todesfalle

Inhaltshinweise zu dieser Geschichte

Tanya erzitterte unter dem ohrenbetäubenden Lärm, der losbrach. Unaufhaltsam kam der Fahrstuhl auf sie zugerast und riss alles mit sich, was ihm im Weg war. Die Frau blickte sich hastig um. Aber kein Fluchtweg schien aus dieser misslichen Lage herauszuführen. Schon prasselten weitere Metallteile auf sie herab. Ein schweres Rohr traf sie am Bein und stieß es von der Sprosse. Sie verlor den Halt und stürzte den Schacht hinunter. Nach ein paar Metern konnte sie sich wieder an der Leiter festklammern, sodass sie mit ihrem Körper hart dagegen schlug. Sofort rutschte sie wieder mit einer Hand ab und baumelte einhändig über dem Abgrund.

Der Fahrstuhl schmetterte heran und war nur noch wenige Meter entfernt. Tanya sah sich schon tot unter Trümmern liegen. Da griff sie mit der freien Hand nach einer Sprosse. Blitzschnell fand sie wieder Halt und presste sich so dicht an die Wartungsleiter wie möglich. Es war ihre einzige Chance. Denn die Leiter verlief in einer flachen Rinne, damit der Fahrstuhl ungehindert den Schacht hinabgleiten konnte. Tanya hoffte inständig, dass auch für sie noch genug Platz in dieser Ausbuchtung war, wenn sie sich nur fest genug in sie hineindrückte.

Als der Fahrstuhl tosend an ihr vorüberrauschte, erzitterte der Schacht wie von einem Erdbeben. Etwas traf sie hart am Rücken, so hart, dass es sie von den Füßen stieß und sie nur noch an den Händen an der Leiter hing. Ein brennender Schmerz durchzuckte ihren Rücken. Kraftlos hing sie an der Leiter und drohte abzurutschen, derweil der Fahrstuhl in der bodenlosen Tiefe verschwunden war. Erst nach einer ganzen Weile drang ein fürchterlicher Lärm zu ihr herauf, samt einer Hitzewelle, die von einer Explosion herrühren musste.

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