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    Im Kreuzfeuer #4: Wiedergeburt

    Inhaltshinweise zu dieser Geschichte

    „Biodaten“, befahl Dr. Garret, woraufhin einer der Techniker, die wie die Forscher weiße Kittel trugen, die angeforderten Informationen vortrug:

    „Physischer Zustand stabil. Künstlicher Kälteschlaf aktiv bei minimalem Stoffwechsel. Minimale Gehirnaktivität. Körperfunktionen im Normbereich. Subjekt bereit zur Wiedererweckung.“

    „Beginnen mit Phase 1 der Wiedererweckung.“

    „Phase der Ankunft eingeleitet. Kältekammer mit synthetischer Amnionflüssigkeit fluten.“

    Die Kältekammer füllte sich mit einer grünen Flüssigkeit, die stoffelwechselaktiv war, wie Dr. Cramer wusste, und welche die Ankunft von CK-T.132 herbeiführte.

    „Kälteschlaf aufgehoben. Subjekt CK-T.132 ist angekommen und wird in künstliches Koma versetzt. Phase 1 abgeschlossen. Bereit für Phase 2.“

    In dem röhrenartigen Behälter – dem Amnion, wie die Forscher es auch nannten – trieb die Frau nun in dem leuchtenden Grün auf und ab. Ihre Haut war noch immer blass. Aber sie schien nun lebendiger, tatsächlich, als schliefe sie bloß. Man sah deutlich, wie sich ihr Brustkorb hob und senkte. Sie atmete die mit Sauerstoff angereicherte Flüssigkeit.

    „So viel dazu“, kommentierte Dr. Cramer. „Die QR-212-X wurde bereits vor Schlaflegung durchgeführt. Das bedeutet, dass alle Erinnerungen des Subjektes gelöscht sind. Wir überspringen Phase 2.“

    „Phase der Läuterung wird übersprungen“, bestätigte Dr. Garrett fürs Protokoll.

    „Beginnen mit Phase 3.“

    „Phase 3 – die Wiedergeburt – wird eingeleitet!“, nickte Dr. Garret. „Neuprogrammierung der Persönlichkeit steht kurz bevor.“

    Der Hochleistungscomputer dockte an die Geräte der Kältekammern an und die Prozedur zum Neuschreiben der Persönlichkeit wurde eingeleitet.

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    Die Elfe und der Krieger #4: Gebrochener Stolz

    Inhaltshinweise zu dieser Geschichte

    Das Kleid war zerrissen, ihr Stolz gebrochen. Alles erschien der Frau dumpf. Selbst der Schmerz, der durch ihren Leib flammte. Die Männer bespuckten und beschimpften sie ein letztes Mal, bevor sie hochgerissen und fortgeschafft wurde. Ihre Beine trugen sie nicht mehr. Nur ihr brennender Hass hinderte sie daran, die Besinnung zu verlieren. Er lauerte auf seine Gelegenheit.

    *

    Der Junge in den viel zu großen Stiefeln schlüpfte zwischen den dichtgedrängten Menschen hindurch. Seine dunklen Augen blickten ungerührt durch die blonden Strähnen, die vor seinem Gesicht wippten. Rufe wurden laut, der Unwillen der Menschen trat zu Tage, Fäuste reckten sich gen Himmel. Gardisten hielten die Meute mit langen Spießen zurück. Ein Pfahl wurde zwischen die Pflastersteine gerammt. Man schaffte Holzscheite herbei und stapelte sie wie für ein Freudenfeuer. Der Junge in der Menge dachte: „Das ist meine Gelegenheit!“, und erleichterte die Umstehenden um die Habseligkeiten an ihrem Gürtel, allem voran um ihre Geldbeutel.

    *

    Die Männer lachten nicht. Wahrhaftiger Ekel erfüllte sie, als sie die Frau hinter sich her schleiften, sie zum Gehen zwangen, obwohl ihre Beine nachgaben, und sie dann vor sich hertrieben, ihr Tritte versetzten und im Nacken packten, um sie weiter voranzubringen. Eine behaarte Hand quetschte ihr Gesicht, nötigte die Frau, ihren Peiniger anzusehen. „Kannst dich glücklich schätzen, dass wir dich nicht steinigen lassen“, raunte der Kerl. „Elendes Hexenpack!“ Ein bleiches Augenpaar erwiderte den Blick des Mannes, ja erwiderte trotz Blindheit. Die Frau knurrte bloß, im Mund der riesige Knebel, der ihr fast den Kiefer ausrenkte. „Willst du etwa reden?“, höhnte der Stadtgardist. „Kann eine wie du überhaupt reden?“ Als er übermütig den Knebel entfernte, wuchs zu seiner Verblüffung ein widerwärtiges Lächeln in dem Frauengesicht, aus dem Hass und Todesgewissheit sprachen.

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    Arbeitsjournal am 18. Juni: Lesung auf dem Mondo Grindhouse Festival

    Wie die Lesung in Kiel verlaufen ist, hätte ich am liebsten schon am Montag berichtet. Und eigentlich ist das auch der Anspruch, den dieser Weblog an mich stellt. Ich habe mich allerdings noch nicht wieder daran gewöhnt, zwischen Tür und Angel zu schreiben. Und Kiel hat mich ziemlich auf Trab gehalten. Gestern Nacht bin ich schließlich mit zweieinhalbstündiger Verspätung in Karlsruhe eingetroffen und kann den Bericht nun nachholen. Der Großteil derjenigen, die hier mitlesen, weiß es vermutlich schon: Die Premieren-Lesung aus Nyneve, oder: Die verborgene Wildnis ist zu einer bleibenden Erfahrung geworden, die mich in meinem Vorhaben bestärkt, trotz allem weiterzuschreiben.

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    Termin // Lesung

    Lesung aus Nyneve, oder: Die verborgene Wildnis

    am 14.6. um 17 Uhr

    auf dem Mondo Grindhouse Festival

    in der Kinobar des STUDIO Filmtheaters in Kiel

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    Irdenschimmer 1 – Das Immerdar-Rätsel

    Irdenschimmer 1 – Das Immerdar-Rätsel

    Eine Systemflüchtige kämpft ums Überleben in der zum Sterben verurteilten Welt des 24. Jahrhunderts

    Mabou Abimbola, eine begabte Biosphären-Architektin, hat sich an den Rand einer dystopischen Intersolarzivilisation geflüchtet, wo sie ihre hart erkämpfte Selbstbestimmtheit abermals verteidigen muss. Als eine bösartige KI ihre Gehirn-Computer-Schnittstelle infiziert und sie mit Albträumen plagt, die sie in schmerzhafte Zeiten zurückführen, ist Mabou vor die Wahl gestellt: sie kann sich der Hoffnungslosigkeit ergeben, die sich ebenso aus dem Leid vergangener Tage speist wie aus dem Verlust der Erde, oder aber sie bringt ihre letzten Kräfte auf, um sich den Albträumen zu widersetzen und ihre seelischen Verwundungen zu überwinden. Nur dann wird Mabou die Ursprünge der Infektion ergründen und den Spuren nach Pluto folgen können, wo ein uraltes Geheimnis begraben liegt – das Immerdar-Rätsel.

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