Mit beiden Websites werde ich vor der Lesung wohl nicht mehr fertig werden. Selbst an Anderwärts | Literarischer Weblog könnte noch viel gebaut werden. Ich sehe diese Seite ohnehin als ein Work in Progress, das ich nach und nach, wie einen Roman, in Form bringe.
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Kategorien: Arbeitsjournal
Arbeitsjournal am 7. Juni: Irdenschimmer.de
Die ersten Inhalte sind online. Besprechungen, Fragmente, Arbeitsjournale, Kurzgeschichten. Jetzt sieht der Weblog nicht mehr so leer aus. Es gibt noch einiges am Design zu schrauben. Aber mit dieser Arbeit ist schnell viel Zeit verbraucht. Anderes ist wichtiger: Es fehlen noch Grundlagen, ohne die diese Website nicht auf die Hauptdomain geschaltet werden kann, darunter Impressum, Datenschutzerklärung, Inhaltshinweise und ein About.
Und dann ist da noch diese andere Seite: jene für meinen Science-Fiction-Roman, über den ich mich bisher ausgeschwiegen habe, als wollte ich ein Geheimnis daraus machen. Dabei wird, wenn dieser Weblog erst öffentlich zugänglich ist, ein fettes Banner in der Fußzeile sitzen und auf den Roman verweisen.
Nun, die URL kann ich ja schon einmal verraten:
www.irdenschimmer.de
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Kategorien: Arbeitsjournal
Arbeitsjournal am 6. Juni: Kurzgeschichten
Nachdem ich gestern testweise Besprechungen und Fragmente gepostet habe, folgen heute drei Kurzgeschichten jüngeren Datums.
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Kainplanwaslos89
Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
Bin ich also endlich durch, denkt kainplanwaslos89. Und fühlt sich euphorisiert. Etwas traurig auch. Dass er es geschafft hat, aber auch, dass es jetzt vorbei ist. Erleichtert, weil die Anstrengung überwunden ist. Und stolz, weil er sie gemeistert hat. Denn der Endboss. Echt hart gewesen. Aber würdig. Ein würdiges Ende für ein würdiges Videogame. So viele große Gefühle zuletzt. Nun heißt es Abschied nehmen, noch während der Abspann rollt. Abschied von Figuren, die über die vielen Stunden, die Kainplanwaslos89 gespielt hat, zu Freunden geworden sind. Aber auch Abschied von sich selbst. Von seinem Avatar. Das ist der Charakter, den er für das Game erstellt hat und den er, weil er’s lustig fand, nach seinem Gamer-Tag benannt hat. Kainplanwaslos89 im Fernseher ist also auf Abenteuerreise gegangen, hat die Welt gerettet, Frieden mit ihr geschlossen und unterwegs auch noch eine Menge neuer Freunde gewonnen. Hingegen Kainplanwaslos89 vor dem Fernseher, versunken in der Couch, nicht so sehr. Um ehrlich zu sein, hat er plötzlich das Gefühl, mehr verloren als gewonnen zu haben.
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Ein zweiter letzter Ritt
Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
Das elektrische Licht des Plexus fiel in Parallelen durch die Stahllamellen der Außenjalousie, als diese sich automatisch aufdrehten, und durchschnitt das Halbdunkel der Absteige. Nabils Augenwinkel zuckten. Über seine Lider flackerten die Schatten der vorbeisurrenden Antigrav-Gefährte. Momentlang glaubte er sich in den Schrottweiten der Subdecks, angelehnt an die Flanke seines Reittiers, aber dann begriff er, dass er bloß im Sitzen eingeschlafen war, dass Hermis sich im Zwinger befand und er sich in einem Bett mit Kaltschaummatratze, dass er also wieder zurück war, zurück im Intermedium, wo die Welten der Ober- und Unterdecks, wo Reich und Arm in einem Stadtgeflecht aufeinanderprallten, das sie hier Plexus nannten. Weiter hinauf hatte es Nabil in der Zitadelle bisher nicht geschafft. Nicht schlimm! Für einen wie ihn gab es, je höher er käme, nur desto weniger zu tun. Und von irgendwas musste jeder leben. Wovon Nabil die letzten Lokalzyklen gelebt hatte, nun, das hatte er für einen erfüllten Transportkontrakt von Vort Antauri erhalten. Aber es war alles schon wieder weg. Das Leben im Plexus war verdammt teuer geworden. Eigentlich hatte es sein letzter Ritt werden sollen. Das konnte er jetzt vergessen.
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