Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
Sie hörte Stimmen. Es waren zwei. Eine Frau und ein Mann. Doch sie verstand sie nicht. Dennoch verspürte sie Vertrautheit und den Wunsch, zu diesen Stimmen hinzugelangen. Es war ihr erster Impuls überhaupt. Als hätte sie in ihrem Leben zuvor nie etwas gewollt. Aber sie konnte sich kaum rühren. Ihre Glieder waren schwer und taub. Sie gehorchten ihr nicht. Alles, was sie taten, war zu zittern.
Aus dem grauen Nebel traten jetzt Umrisse hervor. Sie konnte sehen! Sehen, was sich um sie herum befand. Das kam ihr seltsam neu vor. Es war aufregend und beängstigend zugleich.
Sie befand sich in einem dunklen Raum, der klein und beengend war. Darin war eine Platte, die an der Wand befestigt und gepolstert war. Anscheinend sollte dies ihr Schlafplatz sein. Denn hier lag sie.
„Es ist mein Schlafplatz“, dachte sie. „Aber nicht mein Zuhause. Wo ist mein Zuhause? Gehöre ich hierher? Es fühlt sich nicht so an.“
Als sie ein Stechen in der Nase spürte und feststellte, dass dies ein scharfer Geruch war, sah sie an sich herab, weil sie instinktiv wusste, von woher der Geruch kam. Daraufhin entdeckte sie, dass sich ein hautenger Overall in den Farben Gelb und Blau über ihren Körper spannte. Sie zupfte an dem gummiartigen Stoff, der wie angegossen war und einen beißenden Geruch verströmte. Ihr kam das Wort Kleidung in den Sinn und sie stellte fest, dass sie also nicht nackt war. Das schien ihr eine neue und wichtige Erkenntnis zu sein. Was sie nicht wusste, war, dass man ihr den Overall tatsächlich auf den Leib gegossen hatte, um ihren Körper nicht unbedeckt zu lassen. Der strenge Geruch, den sie wahrnahm, rührte von dem synthetischen Material her. Schuhwerk hatte sie deshalb keines. Sie war barfuß.
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