Die Elfe und der Krieger #24: Einer von vielen Tagträumen

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Jetzt wurde das Plätschern laut und klar, die Dunkelheit riss ab, schwemmte mit dem Wasser vor ihren Augen fort. Lichtpunkte spiegelte sich in dem fließendenden Element, Vögel trällerten, ein Wald rauschte. Alles wirkte plötzlich so friedlich. Und verschwunden war das Ahnungsvolle ihres Tagtraumes, vergessen, welch Kummer sie in den Augen des Jungen gespürt hatte.

Unwillkürlich langte die Elfe ins kalte Wasser und während es zwischen ihren Fingern davon floss, verhakte sich etwas Weißes an ihnen. Behutsam schloss sie ihre Hand darum und fischte eine kleine Daune aus dem kühlen Nass.

War dies das verwischte Weiß, das sie eben hatte erwachen lassen? Aus diesem Tagtraum, der nur einer von vielen war?

Valshiëlle richtete sich auf, während ihre klaren, grünen Augen die Umgebung musterten. Die Äste gewaltiger Bäumen ragten über den flachen Fluss, der übersät war mit Gesteinsbrocken und flachen Felsen. Das kräftige Licht der Mittagssonne sickerte durch das Blätterdach und bildete leuchtende Säulen. Die Welt um sie herum war wie eine grüne Höhle, die nur widerwillig Licht in sich aufnahm.

Es roch nach frischem Gras, Flusswasser und Erde. Der Duft unzähliger Blüten schwängerte die Waldluft und schien allgegenwärtig zu sein.

Besorgt blickte die Elfe auf die strahlend weiße Daune in ihrer Hand. Sie war so weich und flauschig, ihre Farbe so rein.

Was war da eben geschehen?

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