Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
Valshiëlle räusperte sich. Sie richtete sich auf und schob den Elfen auf Armeslänge von sich. Warum er hier war, wusste sie sehr genau, doch das hatte sie nicht mit ihrer Frage gemeint.
Vor einigen Tagen war Calion Mondelf auf einem prächtigen Schimmel im Dell’Analiel eingetroffen und hatte den hier ansässigen Waldelfen berichtet, dass er von den nördlichen Wäldern und Steppen komme, aus den Silberwäldern, wo die Sippen der Hochelfen lebten. Von klein auf hatte Valshiëlle ihre Mutter von den fernen Gefilden ihrer Herkunft im Norden erzählen hören und, wie schön es dort gewesen sei. Deshalb war Calion für Valshiëlle sofort jemand Besonderes gewesen, ein Hochelf, der sie über die neuesten Geschehnisse aus ihrer ursprünglichen Heimat aufklären konnte, von der sie so gut wie nichts wusste. Valshiëlle war zu jung gewesen, um sich an ihre Heimat zu erinnern, die ihre Mutter vor langer Zeit verlassen hatte.
Da die fernen elfischen Verwandten aus den Silberwäldern diejenigen, die damals fortgegangen waren, nie aus ihrem Herzen ausgeschlossen hatten und sich stets fragten, was aus ihnen geworden war, hatten sie nach all den Jahren schließlich Elfenboten ausgesandt, die Wälder südlich ihrer Heimat auf der Suche nach ihren verlorenen Kindern zu durchstreifen. So war auch Calion Mondelf, ein junger Jäger, ausgezogen und letztendlich Valshiëlle begegnet, nachdem er die verschollen geglaubten Hochelfensippen unter den Waldenelfen wiederentdeckt, die einträchtig mit den Birkensunder Menschen lebten. Gerade weil Valshiëlle und Calion schnell Freunde geworden waren, hätte die Elfe niemals erwartet, dass er so abschätzig über die Menschen denken und reden würde.
„Ich bin hier“, sagte Calion, „weil die Elfenfürsten des Silberwaldes sich um dich sorgen.“
Die Elfe schnaubte. „Um mich?“
„Ich bin deinetwegen hier, Val.“
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