Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
„Die anderen Überlebenden sind also verrückt geworden.“
„Ja, bist du denn blöde, Mädel, oder hörst du mir nicht zu? Hast du die Schreie nich gehört?“
„Hab ich. Sie kommen von oben, wo die Kältekammern gelagert werden. Viele sind… kaputt.“
„Scheiße ja, die schreien auch. Ich hab’s gesehen. Von weiter oben. Aber die Verrückten brüllen auch rum. Und ich weiß nicht, ob die sich gegenseitig so bestialisch zurichten oder…“
„Oder was?“
„Oder irgendwelche Monster.“
„Wie kommst du darauf?“
„Na jetzt, wo ich weiß, dass wir auf irgendnem Drecksplaneten fernab gelandet sind, wird’s plausibler. Aber die aufgeschlitzten und ausgeweideten Körper sind auch keine schlechten Hinweise. Wo genau liegt eigentlich der Arsch der Welt, von dem du gesprochen hast?“
„X-Tarma-12 war unser Zielplanet. Eine Strafkolonie. Das ist irgendwo an der Grenze zum Unbekannten.“
„Also sind wir wirklich Knastbrüder. Nicht das schlechteste.“
„Wenn schon, dann Knastschwester in meinem Fall. Wie auch immer, wir sind über die Grenze hinausgeflogen und auf einem unbekannten Planeten gestrandet.“
Shaggy schnaubte und winkte ab. „Das ändert alles.“
„Inwiefern?“
„Weil damit alles egal geworden is. Für mich jedenfalls. Guck mich an! Ich bin ziemlich im Arsch.“
Shaggy sah an sich herab und Tanya tat es ihm gleich.
„Dir fehlt ein Arm“, sagte sie. „Aber du scheinst unverletzt zu sein.“
Shaggy lachte auf. „Ja, darum schnauf ich auch wie eine Wildsau. Irgendwas stimmt nich mit mir. Außerdem is mein linkes Bein taub. Ich kann’s kaum bewegen und brauch nen Krückstock, um laufen zu können.“
„Was ist passiert?“
„Ha, wenn ich’s wüsste! War schon so, als ich aufgewacht bin.“
„Vielleicht eine Nervenschädigung durch das abrupte Aufwachen aus dem Kälteschlaf. Sie müssen gerade versucht haben, dich aufzuwecken, als das Schiff abgestürzt ist. Sicher warst du deshalb in dieser Maschine, die du beschrieben hast. Wir können froh sein, dass wir noch leben.“
„Ja, richtig toll!“ Shaggys Stimme troff vor Sarkasmus. „Aber wo wir so nett geplaudert ham, könnt ich jetzt endlich mal deine Hilfe gebrauchen.“
„Also gut. Was soll ich tun?“