Inhaltshinweise zu dieser Geschichte
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Nicht weit den Bergpfad hinab wurden die Saiten einer Harfe gezupft und eine Frauenstimme hob zu einem wehmütigen Gesang an, verband sich mit einer geheimnisvollen Melodie und erzählte von den Geschicken der Völker, die in Dhoril lebten, von den Elfen, Zwergen und Menschen, von Krieg und Frieden der sieben Fürstentümer, in die das Land zersplittert war, seit es keinen König mehr gab, von Leid und Freud der Jahrhunderte, Hass und Liebe der Fliehenden und Helfenden, dem Feuereifer der Kämpfenden, die für ihre Lehnsherren fochten und allzu oft ihr Leben verloren.
Dies war das Hohelied von Dhoril, an dem durch die Jahrhunderte zahllose Barden geschrieben hatten und noch immer schrieben, Hunderte von Strophen im Widerstreit um Wahrheit und Dichtung, Geschichte und Mythos, manche unter die Leute gesät von Unbekannten, sodass sie wie Volkslieder nicht vergessen wurden, andere im Namen hoher Herren beauftragt.
Eines hatten alle Strophen gemein. Helden nannten sie viele und zugleich keine. Denn Helden kannte die Geschichte nicht, nur herausragende Schicksale, die über kurz oder lang tragisch endeten, aber ohne die Dhoril nicht wäre, was es heute ist.
Ein verborgener Zuhörer hätte der Anmut, mit der die Frauenstimme eine Handvoll Strophen vortrug, leicht verfallen können.